Alles über Sushi
Die traditionelle Ausbildung eines Sushimeisters dauert mindestens sieben Jahre. Schon im 9. Jahrhundert zur Zeit des Kaisers aus Heiyanko, dem heutigen Kyoto, wurden Sushi in der japanischen Literatur erwähnt. Damals war Sushi lediglich eine Konservierungstechnik, Fisch und Muscheln zu pökeln, bis sich ein angenehm säuerlicher Geschmack entwickelte. Im 18. Jahrhundert entdeckte man per Zufall, wie hervorragend sich leicht essig-gesäuerter Reis und Fisch geschmacklich ergänzen – die eigentliche Idee für Sushi, wie wir es heute kennen, war geboren. Den regionalen Entwicklungen verdanken wir, dass es heute mehrere Zubereitungstechniken für Sushi gibt.

Nigiri Sushi sind kleine, mit der Hand geformte Reis Canapés, belegt mit frischem gegartem, mariniertem oder rohem Fisch und verschiedenen Meeresprodukten. Um den Geschmack abzurunden, werden die Sushi-Canapés leicht mit grünem Meerrettich (Wasabi) bestrichen.

Chirashi Sushi sind kleine in Scheiben geschnittene Filets von rohem, gegartem oder mariniertem Fisch bzw. verschiedenen Meeresfrüchten, serviert auf Reis, der mit Ingwersaft und eingelegten Gemüsestreifen vermischt wird

Maki Sushi sind bissgroße Sushi Rollen. Diese Rollen bestehen aus Sushireis, getrockneten Seetangblättern und einer Füllung, die aus Fisch, Meeresfrüchten oder Gemüse besteht. Diese Sushi wurden speziell für japanische Glücksspieler entwickelt, da man sie bequem mit einer Hand essen kann. In USA entwickelte sich daraus die California Roll.

Temaki Sushi sind kleine Seetangtüten, gefüllt mit Sushireis, Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse.

Sashimi ist ein kulinarisches Phänomen. Roher oder marinierter Fisch, der so zubereitet wird, dass sich ein Eigengeschmack entwickelt, der weit entfernt von dem liegt, was man sich als Europäer zunächst als Fischgeschmack vorstellt. Nur die besten Teile von Edelfischen können verwendet werden. Der Fisch wird gekühlt oder auf Eis serviert.